Einstieg in den Digitaldruck: die Perspektive eines Verlegers

[GUEST BLOG]

Dieser Artikel wurde zuerst zur Begleitung eines Ricoh Americas Events für Verlage Ende 2013 veröffentlicht.

Mike Gallagher, Vice President, Penguin Books

Mike Gallagher, Vizepräsident, Penguin Books

Für einen erfolgreichen Druckvertrag im Bereich des Digitaldrucks müssen Buchverlage und Druckereien umfangreiche Informationen austauschen.

Angenommen, dass beide Beteiligten bei Null anfangen, sind die folgenden Faktoren zu beachten:

  • Verlage möchten Lagerhaltung/Kosten senken und ihre Umsätze steigern, indem Titel im Druck bleiben.
  • Druckereien möchten ihr Serviceangebot verbessern und neue, rentable Umsätze generieren, indem mehr seit langem verkaufte Titel weiterhin im Druck bleiben.
  • Buchverlage bestimmen den Umfang ihres geplanten Programms und stellen Druckereien Volumenanforderungen auf Wochen-, Monats- und Jahresbasis bereit – mit Zahlen basierend auf Formaten, Einheiten, Bestellungen, Druckauflagen, Bindungsstilen, Spezifikationen für 4-farbige Einbände, Finishing, Papiertypen, Kartonpaketen, Versandinformationen und elektronischen Systemen.
  • Mithilfe der Angaben des Verlags entscheiden Druckereien, welche Materialien zum Einsatz kommen:
    • Einzelblatt-, Toner-, Digital Web-, 1-Farb- oder 4-Farb-Druckwerke
    • Finishing-Optionen, In-Line- oder Near-Line-Bindung und Schneiden je nach Bedarf
  • Druckereien liefern einen Plan und Preis auf Basis eines Kostenmodells, das Ausstattungsoptionen, Personalkosten, Wartung, Verbrauchsmaterialien, Allgemeinkosten, Produktivität und Marge berechnet.

Verlage möchten Lagerhaltung/Kosten senken und ihre Umsätze steigern, indem Titel im Druck bleiben.

Vorgaben für Volumenanforderungen

Die Anforderungen für benötigte Volumen basieren auf verschiedenen Größen – beispielsweise darauf, ob es sich um vergriffene Titel handelt, die von Kunden bestellt werden, oder um Titel, die wieder in den Druck gehen sollten, deren jährliche Verkaufsrate jedoch zu niedrig ist, um die Kosten für den Offset-Druck zu rechtfertigen. Abhängig vom Volumen könnte ein Buchverlag ein Print-on-Demand-Modell (nur Druck bei Bedarf) oder ein Kleinbestands-Modell (automatische Nachbestellung) für diese Titel anfragen.

Die Größenordnungen für Marketingmaterialien, wie Leseexemplare und Kataloge können aus früheren Käufen ersehen werden. Hieraus lassen sich monatliche und jährliche Volumina errechnen, um so das Gesamtvolumen an Büchern und Seiten zu bestimmen. Der Trend geht in diesen

Beispielen in Richtung Digitaldruck, hauptsächlich aus dem Grund, dass die minimale Auflage für Offsetdruck bei 1.000 bis 2.000 Exemplaren liegt, abhängig von der Druckerei und der verwendeten Ausstattung. Durch den Druck von nur einer begrenzten Anzahl an Exemplaren und nur auf Bedarfsbasis spart ein Verlag viel Kapital.

Pauschalpreisfaktoren

Im Digitaldruck sind Pauschalpreise (Papier, Tinte, Druckwerke, Bindungen, Verpackung und Lieferung an das Lager des Verlags) gängig. Dieser Ansatz bietet einen einheitlichen Weg zur Anfrage von Preisen, jedoch müssen die der Druckerei bereitgestellten Daten hierfür genau sein. Pauschalpreise machen dem Verlag das Leben leichter, sie erfordern von der Druckerei allerdings eine genaue Kenntnis ihrer Preisstrukturen, bis hin zur Größe von Kartonpaketen, Häufigkeit von Sendungen und der Fähigkeit, optimale LKW-Ladungen zu planen. Die Standardisierung von Formaten, Papier und Kartons sind Schlüsselfaktoren, da sie die Produktivität verbessern und Kosten reduzieren.

Manchmal gilt der Preis pro Seite nur für Text und der Einband wird zusätzlich berechnet. Zusatzleistungen, wie beispielsweise Hardcover, Ringbindung, Einbandlaminierung, UV-Beschichtung, Vorbereitungskorrekturen, Direktversand und die Nutzung einer fünften Farbe, führen zu zusätzlichen Kosten, die beachtet werden müssen. Auch Personalkosten spielen hier eine Rolle, da ich beobachtet habe, dass die Kosten für Druckbetriebe mit nur einer Schicht meist hoch sind.

In den meisten Fällen bieten Druckereien eine Komplettlösung für 4-farbige Einbände, 1-farbigen und 4-farbigen Text, Bindung, Papier, Kartons, Vorbereitungsservices und Dateiarchivierung an. Verlage fordern unter Umständen von ihren Druckereien eine größere Materialvielfalt, mehr Bindungsoptionen, Einband-Finishes und Vertriebsmöglichkeiten – einige Betriebe verfügen jedoch eventuell nicht über alle Bindungsstile oder die richtigen digitalen Druckwerke für diese speziellen Anforderungen. Sollten Druckanbieter die Services nicht intern anbieten können, können sie auf Drittanbieter zurückgreifen, doch dies ist unüblich und in der Regel nicht kosteneffektiv.

Es gibt genügend Digitaldruckanbieter, aus denen Verlage den perfekten Partner in Sachen Produkt, Qualität, Preis und Service auswählen können.

Pile of books (1)

Erfolgreiche Verträge hängen nicht nur vom Preis ab

Der Preis pro Seite ist natürlich ein bedeutender Faktor, jedoch spielen auch andere Dinge, wie Standort, Qualität, Service, Erfahrung, elektronische Kommunikation, Kapazität und finanzielle Stabilität eine Rolle. Der Faktor Standort erklärt sich schlichtweg dadurch, dass er sich auf Lieferzeiten und -kosten auswirkt. Die Qualität variiert von Maschine zu Maschine. Vor einiger Zeit sagte man, dass Digitaldruck in puncto Langlebigkeit, Qualität und Preis durch Offset austauschbar sein muss. Diese Anforderung führte zu bedeutenden Veränderungen durch Papierlieferanten und wird auch von der vorhandenen Technik und Erfahrung der Druckerei beeinflusst, die in diesem Bereich an der Länge der Zeit gemessen werden kann. Service bedeutet, dass die Druckerei die richtigen Kapazitäten hat und den Materialfluss und die Anforderungen versteht, die nötig sind, um fertige Produkte ins Lager zu bringen.

Elektronische Kommunikation und Automatisierung sind das A und O. Monatliche digitale Druckaufträge unterscheiden sich stark von typischen Offset-Aufträgen. Zum Beispiel ist ein manueller Prozess bei 1.000 Aufträgen pro Monat und 50 bis 100 Büchern pro Auftrag unerschwinglich und ineffizient. Der gesamte Prozess muss automatisch stattfinden – das Inventarsystem erkennt den Meldebestand, sendet den Auftrag an den Buchdrucker, holt die Datei aus dem Archiv, platziert sie in der Warteschlange und schon geht es los. Sobald manuell eingegriffen werden muss, wird der Prozess zu langsam, zu teuer und zu fehleranfällig. Letztlich müssen auch Kundenaufträge eingebunden werden, damit sie direkt an den Drucker gesendet werden. Die elektronische Kommunikation erfordert vom Verlag und der Druckerei die Nutzung der erforderlichen Schnittstellen und eine engere Ausrichtung aneinander als jemals zuvor. Dies ist nicht nur eine Option!

Zum Beispiel ist ein manueller Prozess bei 1.000 Aufträgen pro Monat und 50 bis 100 Büchern pro Auftrag unerschwinglich und ineffizient. Der gesamte Prozess muss automatisch stattfinden.

Kapazität ist nicht nur das, was im Grunde vorhanden wäre, sondern das, was tatsächlich verfügbar ist. Eine Druckerei kann mir nicht helfen, wenn sie keine freien Kapazitäten mehr hat. Monatliche und jährliche Spitzenzeiten kann es auf beiden Seiten geben, daher ist ein Durchschnittsvolumen pro Monat nicht hilfreich. Bücher zu drucken ist nicht das gleiche wie Kontoauszüge zu drucken, bei denen in jeder Woche des Monats die gleiche Quantität gedruckt wird.

Finanzielle Stabilität ist wichtig, da sie Zeit braucht, um sich zu formen. Ein Druckvertrag mit einer Laufzeit von zwei oder drei Jahren ist besser als einer für ein Jahr. Wenn jedoch neue Technologie auf dem Markt Einzug hält, müssen Drucker bereit sein, aufzurüsten. Es gibt große Buchdrucker, die anfangen, Tintenstrahl-Technologie zu nutzen, um alle Quantitäten zwischen einem Exemplar und einer Million Exemplare drucken zu können. Tintenstrahl bietet zusätzlich die Option, manche oder alle Produkte zu individualisieren bzw. zu personalisieren.

Es gibt große Buchdrucker, die anfangen, Tintenstrahl-Technologie zu nutzen, um alle Quantitäten zwischen einem Exemplar und einer Million Exemplare drucken zu können.

Im Moment benötigen wir nicht viele individuelle Anpassungen, dies wird sich jedoch vielleicht in Zukunft ändern. Zum Beispiel könnten unsere Vertriebsmitarbeiter ihren Käufern Druckprodukte mit deren gedruckten Namen und einer persönlichen Botschaft übergeben.

Die Gespräche brauchen ihre Zeit

Bedenkt man alle Faktoren, die in einen Digitaldruckvertrag einfließen, empfehle ich, es langsam anzugehen. Es braucht Zeit, sich über alle Details zu verständigen. Mein Rat an Verlage und Druckereien ist, ehrlich und direkt zu sein und Informationen einschließlich langfristiger Marketingpläne miteinander zu teilen.

Ricoh möchte Ihnen unabhängige Meinungen von Branchenexperten bieten. Wir hoffen, dass die Ansichten unseres Gastredners für Sie interessant und anregend waren. Über Ihr Feedback würden wir uns sehr freuen.

Weitere Einblicke von Ricoh siehe:

http://www.ricoh.de/services-loesungen/production-printing/print-and-beyond/

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Werbung im Einzelhandel – eine neue Chance

 

Es ist kein Geheimnis, dass es bei digitalen Verpackungen ein enormes Wachstum gibt.  Laut der neuesten Studie von Smithers Pira h wird für 2016 ein Wachstum von 31 % vorausgesagt.

Allerdings gibt es noch weitere Märkte, die eng mit digitalen Verpackungen verbunden sind, die große Chancen bieten.  Die Vielseitigkeit der Digitaldrucktechnologie erzeugt eine Nachfrage nach dreidimensional gedruckten Objekten – ganz gleich, ob für Verpackung und Etiketten, oder für Verkaufsort / Einkaufsort und Direktmarketing.

Anstatt uns nur auf digitale Verpackungen zu beschränken, beschreiben wir bei Ricoh diesen umfassenden Bereich als ‚Einzelhandelswerbung‘.

Warum besteht ein derartiges Interesse an Werbemaßnahmen für den Einzelhandel und digitalen Verpackungen? Und, was noch wichtiger ist, wie können Druckdienstleister davon profitieren?

Was treibt dieses Wachstum an?

Wie beim allgemeinen Übergang vom Offset- zum Digitaldruck werden die Druckauflagen immer kleiner. Laut InfoTrends(*2) werden fast 38 % aller Jobs digital gedruckt.

Dies liegt teilweise am allgemeinen Trend, dass Marketing-Kommunikation zielgerichteter ist, und an dem schnellen Austausch von für den Kunden besonders interessanten Informationen.

Caslon(*3) identifiziert mehrere Faktoren bezüglich des Anstiegs an niedrigeren Auflagen wie folgt:

  • Verringert die Kosten für niedrige Auflagen der Verpackungen für Lagerartikel (SKUs)
  • Die Umwelt profitiert, weil Abfall bei der Vorbereitung und durch Veralterung enorm reduziert wird.
  • Mikromarketing oder regionale Marketing-Werbung
  • Und das „Nonplusultra bei der Kundenkommunikation“ – personalisierte Verpackung.

Diese Faktoren gelten auch für den Verkaufsort und allgemeine Werbeaktivitäten, weil immer mehr Marketing-Abteilungen die Vorteile des personalisierten Drucks als Teil ihrer Werbeaktivitäten erkennen.

Durch hocheffiziente Direktwerbematerialien mit dreidimensionalen Drucktechniken können Marketing-Kampagnen wirklich hervorstechen. „3D- oder eindimensionale Werbung, ob beispielsweise in Form einer Box mit einem Teaser oder eines Schlauchs, übertrifft laut DMA Standardformate um 250 %, erhöht aber die Kosten pro Lead um nur 50 %“ – Laurie Beasley (*4).

Das Interessante an dieser Statistik ist, dass sie aufzeigt, dass Marken bei der Verwendung neuer digitaler Drucktechnologien wesentlich bessere Antwortquoten erhalten, wodurch sie die zusätzlichen Druckkosten kompensieren können.

Von Produkteinführungen zu Produktionsjobs

Digitaldruck wurde häufig für Produkteinführungen und Prototypen genutzt, weil er die Produktion sehr kleiner, manchmal sogar nur einer, Auflage kostengünstig macht. Daher können Druckdienstleister mehrere Designs und Varianten liefern, die vor der Einführung getestet werden können.

Oft zögerten Druckdienstleister umfangreiche Produktionsauflagen digital zu drucken, hauptsächlich weil sie Bedenken hinsichtlich der Farbkonsistenz und Medienunterstützung hatten.

Diese Ansicht wird immer mehr infrage gestellt. Denn erstens sind die neuesten Produktions-Einzelblattsysteme mit hochwertiger Farbverwaltung ausgestattet, sodass es für die Endbenutzer in vielen Fällen schwierig ist, zu unterscheiden, was auf digitalen oder Offset-Systemen gedruckt wurde.

Zweitens können dank der neuesten Innovationen schwerere, beschichtete und spezielle Medien mit dieser Technologie bedruckt und noch mehr echte Produktionsjobs erstellt werden.

PIN Sp. z o.o. in Polen ist ein gutes Beispiel für einen Druckdienstleister, der digitalen Einzelblattdruck für Großauflagen verwendet. PIN ist auf den Offset-Druck in Hausdruckereien und DVDRs spezialisiert. Sie bieten immer mehr Drucktechniken an, einschließlich des Digitaldrucks für niedrige bis mittlere Auflagen, CD/DVD/BD-Disks und Verpackungen. Ricoh arbeitete mit PIN zusammen, um die Verwendung von beschichtetem Papier mit 150 g/m2 auf 220 oder 280 g/m2 vielschichtige Faltschachteln von Incada zu testen und freizugeben, was eine wichtige Anforderung an die Lösung darstellt.

Neue Möglichkeiten der Personalisierung

Ein wichtiger Vorteil des Digitaldrucks ist die Verwaltung variabler Daten – fast jedes Element aller gedruckten Artikel kann personalisiert werden. Dies eröffnet Markeninhabern und Vermarktern eine Reihe an Möglichkeiten, mit ihren Kunden auf neuen Wegen zu kommunizieren und Strategien zum Aufspüren individueller Produkte zu entwickeln.

Aussage von Infotrends: „Die Möglichkeit, digitale End-to-End-Workflows für die Produktion personalisierter Etiketten zu erzeugen, unterstützt Markeninhaber bei der Entwicklung neuer Verpackungsinnovationen, der besseren Segmentierung ihrer Produkte, der Erhöhung der Sicherheit und der Rück- und Nachverfolgung ihrer Produkte“.

Ein Beispiel ist die weltweite Kampagne von Coca-Cola im Sommer 2013 – „Share a Coke“. Aussage laut Projektstudie(*5): „Auf unseren Flaschen sind 250 der beliebtesten Namen in Großbritannien aufgeführt und Sie finden sie während der Sommermonate in Regalen im ganzen Land.“ Dadurch kann Coca-Cola die Interaktion zwischen dem Produkt und den Kunden als Teil eines weltweiten Markenauftritts erhöhen.

Ein weiteres Beispiel ist die Simpson Group, ein wichtiger Anbieter von Point-of-Purchase-Druck im britischen und europäischen Einzelhandel.  Simpson hat jetzt in die digitale Drucktechnologie von Ricoh investiert, damit kleinere Unternehmen, die nach hochwertigen Werbematerialien mit zielgerichteten Nachrichten, die in kleinen Mengen gedruckt werden, nach Bedarf Point-of-Sale- und Werbelösungen anbieten können. Die Simpson Group kann jetzt eine tagesaktuelle Produktion einer Reihe von Point-of-Sale und Werbung – gedruckt auf verschiedene Substrate einschließlich Karton und selbstklebend – anbieten, die alle auf die Bedürfnisse kleiner Unternehmen zugeschnitten sind.

Erste Schritte

Dieser Markt ist nicht nur für die besten Digitaldrucker da.  Heutzutage ist die Technologie, die traditionell als Domäne des hochvolumigen Digitaldrucks betrachtet wird, für Klein- und Kleinstauflagen zugänglich.  Zum Beispiel kann mit den neuesten Entwicklungen bei der Digitaldrucktechnologie und insbesondere den Medien auf Produktionsdruck-Einzelblatttechnologie wie der Ricoh Pro C-Farbserie gedruckt werden. Damit wird Druckdienstleistern eine kostengünstigere Alternative geboten.

Mit den neuen Medien können Sie auf digitalen Produktions-Einzelblattdruckern drucken. Mit leichten Platten und Hydroprint von Kernow Coatings ermöglicht beispielsweise die „Kombination aus Tonerdruck und Folie mittelfristige (z. B. sechs Monate) Beschilderung im Außenbereich ohne Laminierung. Und die Möglichkeiten an Verkaufsorten sind beinahe grenzenlos!“

Das bedeutet, dass Druckdienstleister mit der Digitaldrucktechnologie von Ricoh diesen wachsenden Markt jetzt erschließen können.

Beispiel Ricoh Prüfzertifikat

Beispiel Ricoh Prüfzertifikat

Workflow – Die Erstellung eines kompletten Workflows für Produktionsverpackungen kann komplex sein. Druckdienstleister können jedoch mit Ausschieß-Softwaretools (wie TotalFlow Prep), mit der sie kleinere Jobs verwalten können, erst einmal anfangen, bevor sie in einen kompletten Verpackungs-Worfkflow investieren.

Drucktechnologie – Ricoh testet ständig neue Medien, um die Bedürfnisse seiner Kunden zu unterstützen. Wie das PIN-Kundenbeispiel aufzeigt, ist das Medium/Substrat immer eine kritische Komponente der Druckanwendung.

Finishing – ist eine wichtige Komponente für die Werbung im Einzelhandel. Es gibt jetzt eine große Auswahl an Cuttern, Faltern und ähnlichen Vorrichtungen, die mit digitaler Einzelblattproduktion funktionieren – und eine sehr kostengünstige Lösung bieten.

Eine weitere Alternative für Druckdienstleister mit kleineren Auflagen, die aber noch nicht in Finishing-Optionen investieren möchten, ist die Berücksichtigung des wachsenden Angebots an Standard-Vorlagen von Unternehmen wie Relyco (DigiPOP), Creazy und HeyPressGo.

America Online (USA) benötigte beispielsweise eine kleine Anzahl an Werbeartikeln, um spezielle Events für „Wissenserfahrung“ für die Mitarbeiter zu unterstützen. Ihr Druckraum benutzte DigiPOP-Substrate, um zwei Werbeartikel für dieses Event zu erstellen: eine „Goddie Bag“ und einen Faltprospekt.  Somit konnten diese Artikel betriebsintern gedruckt werden – ohne den Einsatz von Schneideeinheit, Falter oder sonstigen Finishing-Optionen.

Graham Moore - Direktor für Geschäftsentwicklung für Ricoh Europe

Graham Moore – Direktor für Geschäftsentwicklung für Ricoh Europe

Zusammenfassung

Es wird Zeit, über den Tellerrand hinauszuschauen und die Chancen der Einzelhandelswerbung zu ergreifen.  Druckdienstleistern stehen viele Möglichkeiten zur Einführung innovativer, neuer Produkte und Dienstleistungen zur Verfügung, um von der wachsenden Nachfrage nach personalisierten Produktionsverpackungen in unterschiedlichen Versionen, Point-of-Sale und wirkungsvollen Marketing-Materialien zu profitieren.

Es ist erfreulich, dass diese Anwendungen mit der Unterstützung von Workflow- und Finishing-Lösungen auf digitalen Einzelblatt-Produktionsdruckern von Ricoh erstellt werden können.

Für weitere Einblicke von Ricoh siehe: ricoh.de/printandbeyond

Quellen:

*1 Smithers Pira– AMR Analyse, 2012
*2 InfoTrends – Verpackung und Markeninhaber: Europa
*3 Caslon – Gelegenheiten bei Digitaldruck und Innovation bei Verpackungen verstehen
*4 Laurie Beasley – „Warum Direktwerbung immer noch die niedrigsten Kosten pro Lead und die höchste Umsetzungsquote bietet“, Juni 2013
*5 CocaCola – „Share a coke“ Kampagne http://www.coca-cola.co.uk/share-a-coke/share-a-coke.html

Meganews – ein neues Modell für die Veröffentlichung von Zeitschriften?

Kürzlich haben wir in Stockholm die vielleicht ultimative „Print on Demand“-Lösung für Publishing als Pilot installiert.  Meganews ist ein revolutionäres neues Konzept, das Zeitschriften direkt zu den Lesern bringt.

Das Konzept von Meganews

Artist's impression of Meganews in action

Die visionäre Sicht von Meganews

Meganews ist einfach gesagt ein Automat zum Verkauf von Zeitschriften. Der Automat verfügt über einen Internetzugang und druckt in Echtzeit ein Exemplar der ausgewählten Zeitschrift. Die Zeitschrift wird über Bildschirme am Kiosk ausgewählt und per Kreditkarte bezahlt. Vom Kauf bis zur Ausgabe einer frisch gedruckten Zeitschrift aus der Ausgabe vergehen nur 2 Minuten.

Zu Beginn können die Kunden aus über 200 Zeitschriften und Zeitungen wählen.

The Meganews kiosk

Der Meganews Kiosk

Partnerschaften

Die schwedischen Journalisten und Medienunternehmer Lars und Hans Adaktusson hatten die Idee für Meganews. Neben der Software stammen das Kartenterminal und die Bildschirme vom Technologieberatungsunternehmen Sweco.
LA + B, ein auf Industriedesign spezialisiertes Unternehmen, entwarf den Kiosk.
Und nicht zuletzt bietet die digitale Farb-Einzelblatt-Technologie von Ricoh den hochwertigen
On-Demand-Farbdruck.

Vorteile für Verlage

Die Lösung verringert die Kosten der Verlage für Verteilung und Logistik. Wir erwarten, dass die Verlage ihre Kosten um etwa 10 % senken können, indem auf Abruf am Standort des Kunden gedruckt wird.

Dies ist auch umweltfreundlicher, da die Transportwege verkürzt werden. Einer Umfrage zufolge, die vom Forschungsinstitut Innventia im Auftrag von Meganews Magazines durchgeführt wurde, werden während des Lebenszyklus einer im Meganews-Kiosk gedruckten Zeitschrift etwa 60 Prozent weniger Treibhausgase freigesetzt als bei einer herkömmlich gedruckten und ausgelieferten Zeitschrift. Der Grund hierfür ist, dass 40 Prozent der herkömmlichen Zeitschriften nicht verkauft werden, zurückgesendet werden müssen und direkt dem Recycling zugeführt werden.

Beinahe alle schwedischen Verlage sind dabei, einschließlich Bonnier Tidskrifter, Aller Media, Albinson & Sjöberg, LRF Media, IDG, Talentum und Medströms.

Alle Zeitschriften werden auf Abruf gedruckt. Das bedeutet auch, dass eine viel größere Anzahl an Titeln als an einem normalen Kiosken angeboten werden kann, z. B. auch ältere Ausgaben.

Tommy Segelberg, Director Nordic Operations, Production Printing Business Group, Ricoh Sweden

Tommy Segelberg, Director Nordic Operations, Production Printing Business Group, Ricoh Sweden

Wie wird Meganews eingeführt?

Der Meganews-Kiosk in der Ladenpassage Mood-gallerian ist der erste seiner Art. In den nächsten sechs Monaten wird der Kiosk unter anderem an Flughäfen, in Hotels, Krankenhäusern, Lebensmittelgeschäften und in weiteren Ladenpassagen getestet werden.

Insgesamt möchten wir natürlich, dass Meganews global wird.   Wir erwarten, dass  der Launch in Mood-gallerian der Beginn von etwas Revolutionärem ist.

 

6 Strategien um geringe Druckauflagen profitabel zu machen

Rich Lloyd - Global Offset to Digital Offerings Manager, Ricoh

Rich Lloyd – Global Offset to Digital Offerings Manager, Ricoh

Wir sind uns alle bewusst, dass geringe Druckauflagen bestehen bleiben werden. Somit stellt sich die Frage, wie bei geringeren Druckproduktionsauflagen mehr Profit geschaffen und den Kunden dasselbe von ihnen erwartete Servicelevel Dienstleistungsangebot präsentiert werden kann.  Ganz egal, ob Sie schon seit Jahren digitale Bücher produzieren, oder ob Sie Ihre On-Demand Druckstrategie erweitern möchten, können die folgenden Tipps für Sie hilfreich sein.

1. Wissen Sie was Ihre aktuellen Arbeitsablaufskosten sind. Wissen Sie wirklich genau, wie hoch Ihre aktuellen Kosten sind?  Wäre es nicht sinnvoll eine Analyse zu erstellen, damit Sie die Basis kennen?  Es ist egal, ob Sie manuelle oder automatisierte Prozesse einsetzen. Sie wollen wissen, was Ihre heutige Basis ist, damit Sie den betrieblichen Einfluss und die Anlagenrendite einer Veränderung eines Teils Ihrer Arbeitsabläufe ermitteln können. Je häufiger Sie das tun, umso besser verstehen Sie die Kostenvariablen und wie diese gemanagt werden können.

2. Bewerten Sie Ihre geringen Druckauflagen. Was drucken Sie jetzt und wohin möchten Sie Ihr Unternehmen führen? Welcher Prozentsatz Ihres Geschäfts ist konventionell gegenüber digital? Ermitteln Sie welche Aufträge für Sie am kostengünstigsten sind und welche auf aufwändigsten? Erstellen Sie einen Wachstumsplan auf der Basis Ihrer aktuellen Kapazitäten, Ihrer Expertise, den Marktgelegenheiten usw. Die kosteneffizienteste digitale Drucklösung ermöglicht Ihnen eine Diversifizierung in Bereiche, in die Sie expandieren wollen und rationalisiert gleichzeitig die Produktion der alltäglichen Aufträge.

3. Arbeitskräfte sind kostspielig, ebenso wie menschliches Versagen. Umso wettbewerbsfähig wie möglich zu sein, MÜSSEN sie so effizient wie möglich sein. Automatisieren Sie so viele Schritte wie möglich. Sie können vermutlich nicht sofort alles automatisieren, deshalb empfiehlt sich ein stufenweiser Ansatz. Sehen Sie sich nach modularen, offenen Arbeitsablauflösungen um, die Möglichkeiten zur Erweiterung bieten und externe Software oder auch Ihre eigenen Systeme anschließen können, wenn Sie das wollen… bauen Sie auf bereits getätigte Investitionen in Ihrem Unternehmen auf.

4. Gehen Sie über den On-Demand-Buchdruck hinaus. Bücher stellen zwar eine solide Basis für das Geschäft dar, aber eine Diversifizierung kann ein schlauer Schritt sein. Einige Buchdrucker befassen sich mit der wesentlichen Kommunikation, Anwendungen, die an eine bestimmte Person geliefert werden müssen: Aufschlüsselung von Versicherungsleistungen, Prospekte, Wahlscheine und so weiter – hier müssen häufig regulatorische Auflagen erfüllt werden. Jedes Druckstück muss genau verfolgt werden, damit sichergegangen werden kann, dass jedes Stück akkurat gedruckt wurde. Hier ist eine Automatisierung des Druckprozesses unumgänglich. Diese Auftragsart kann sehr profitabel sein, wenn Sie dafür entsprechend ausgestattet sind. Der Schlüssel dafür ist ein Arbeitsablauf, der vielerlei unterschiedliche Anwendungen abwickeln kann.

5. Investieren Sie in Software, mit der sofort Geld gespart werden kann. Suchen Sie stets nach Automatisierungwerkzeugen, die sofort günstig eingesetzt werden können.  Software, die Ihren Druckarbeitsfluss mit anderen Teilen Ihres Unternehmens verknüpft, ist für zukünftiges Wachstum ausgesprochen wichtig. Selbstveröffentlichungen sind sehr beliebt geworden – haben Sie Arbeitsablauflösungen überprüft, die Ihnen ermöglichen auf diesem Markt aktiv zu werden?

6. Erwägen Sie den Einsatz von Farbverwaltung und -optimierung. Wenn man den Kostendruck seitens der Verleger betrachtet, kann das Angebot von Farbaufträgen, Farbverwaltung und -optimierung der Schlüssel zur Verbesserung Ihrer Rentabilität sein, sowohl bei konventionellen oder digitalen Aufträgen.

Es gibt viele verschiedene Möglichkeiten geringere Auflagen profitabler zu gestalten, sie müssen aber für Ihr Unternehmen sinnvoll sein.

Um mehr darüber in Erfahrung zu bringen, lesen sie unser White paper – beim Ricoh Business Driver erhältlich:  Von Offset- zum digitalen Tintenstrahldrucker, die Brücke zur Digitalisierung für europäische Buchhersteller

White paper - Offset to Digital the bridge for European book manufacturers

Von Offset- zum digitalen Tintenstrahldrucker, die Brücke zur Digitalisierung für europäische Buchhersteller

Dieser Artikel ist nun im Business Driver verfügbar. Sofern Sie kein Mitglied sind, melden Sie sich hier an.

Zeit für intelligentes Marketing

Im heutigen wirtschaftlichen Umfeld stehen Marketing-Spezialisten mehr als je zuvor unter dem Druck, konkrete Geschäftsergebnisse zu liefern. Zur gleichen Zeit sind sie aufgrund der ständig wachsenden Datenmenge mit einer wachsenden Komplexität und der Explosion von digitalen Kanälen und sozialen Medien konfrontiert.

Die guten Nachrichten sind: Neue Technologien verschaffen Mitarbeitern dank effektiveren Dokumentenprozessen und neuen Möglichkeiten, Informationen zu teilen, mehr Freitraum. Die jüngste Economist Intelligence Unit namens “Menschen und Maschinen: Die Rolle der Menschen in technologie-getriebenen Unternehmen“, von Ricoh gesponsert, kommt zu folgendem Schluss:

“Wenn sich die Menschen wieder auf die Kernaktivitäten ihres Unternehmens konzentrieren können, wird ein unbegrenztes Potenzial zur Entwicklung neuer, zukunftsweisender Ideen frei,  das bei Weitem das übersteigt, was bis dato erreicht wurde und garantiert, dass die Technologierevolution zur Wirklichkeit für Unternehmen wird.“

Intelligentes Marketing

Intelligentes Marketing

Deshalb wollen Marketing-Spezialisten jetzt, mehr als jemals zuvor, helfen. Mehr und mehr Markeneigentümer suchen nach Anbietern von Marketing Services, die sie dabei unterstützen, ihre zunehmende Kreativität in effektive Kommunikationslösungen unter Verwendung des gesamten Marketing-Mixes, vom  Druck über online zu mobil, umzustellen. Das ist die Chance für Druckserviceanbieter.

Dies erfordert einen komplett neuen Ansatz: Der Druckserviceanbieter ist in der Tat nicht mehr nur der Lieferant von Drucksachen, sondern wird vielmehr zur Marketing-Abteilung seines Kunden. Druckserviceanbieter und Hausdruckereien wollen Dienstleistungen jenseits des Drucks anbieten, damit sie am gesamten Marketing-Prozess ihrer Kunden teilnehmen, ihr Engagement – oft auf strategischer Ebene – ausdehnen und den Wert, den sie ihren Kunden bieten, steigern können.

Um die Ansprüche eines kompletten Marketing-Service-Pakets erfüllen zu können, kündigt Ricoh jetzt sein neues intelligentes Marketing an. Dies ist für Druckdienstanbieter oder unternehmensinterne Druckereien ausgelegt, damit sie eine Reihe an variablen Daten und Cross-Media-Marketingmöglichkeiten einfach anbieten und sie ihre Dienstleistungen im Bereich der Marketing Services ausweiten können.

Das intelligente Marketing kombiniert die Schlüsselfunktionen, die zur Übertragung der richtigen Botschaft, zur richtigen Person, zum richtigen Zeitpunkt über den richtigen Kommunikationskanal benötigt werden.

Die Lösung beinhaltet bereits Ricohs strategische Services wie Precision Marketing, Datenanalysen und kundenspezifische Cross-Media- und Direktwerbe-Tools einschließlich der von Objectif Lune (z. B. Planet Press) und DirectSmile. Neu ist eine Reihe von Lösungen einschließlich MarcomCentral, die eine umfassende,  integrierte Reihe von cloud-basierten Marketing-Services bietet. Es ist dazu ausgelegt, die wachsende Nachfrage nach automatisierten Marketingmöglichkeiten von Druckdienstanbietern und Unternehmen zu erfüllen, die ihre Marketing-Prozesse und ihr Marken-Management verbessern möchten.

Dank der offenen Architektur und der Schnittstelle zur Anwendungsprogrammierung (API) kann MarcomCentral einfach in Anwendungen von Drittanbietern und Workflows integriert werden. Es kann mit vielen anderen Systemen innerhalb der Infrastruktur des Kunden bzw. des Unternehmens einschließlich MIS, ERO oder Marketing-Automatisierungssystemen verknüpft werden.

Intelligentes Marketing framework

Intelligentes Marketing framework

Benoit Chaterlard

Benoit Chatelard General Manager Solutions, Production Printing Group, EMEA

Zusammenfassung

Wir denken, dass die Verfügbarkeit dieser Marketing Services und -Lösungen zeitgerecht ist. MarcomCentral vervollständigt unser Marketing-Service-Angebot, damit Unternehmen engere Partnerschaften aufbauen können, die die Kundenloyalität stärken, das Volumen ankurbeln, einen höheren Ertrag erzielen und den Wert über die gesamte Marketing-Kette hinweg steigern.

Durch die Implementierung des intelligenten Marketings können sich Druckserviceanbieter und Marketing-Abteilungen in Unternehmen oder Hausdruckereien leicht abgrenzen. Marketing ist ein weiterer Beleg für unser Engagement zur Unterstützung unserer Kunden, die ihr Unternehmen neu ausrichten, was den Schlüssel zu deren Erfolg auf den anspruchsvollen Märkten von heute und morgen darstellt. Das ist wirklich Print and Beyond.

Ricoh führt cloud-basiertes Marketing-Services-Softwarepaket ein

Wandel von Hausdruckereien in Unternehmen in einer neuen Welt der digitalen Firmenkommunikation

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Genau wie viele andere Bereiche der Druckbranche auch, müssen Hausdruckereien von Unternehmen mit der Zeit gehen, um weiterhin bestehen und wertvolle Kommunikationslösungen und -dienstleistungen für ihre Kunden und ihr Unternehmen bieten zu können.

Der Anstieg der digitalen Kommunikation bringt eine Veränderung des Druckmarkts mit sich, von der Verwendung von Druckmaterialien bis hin zu den Produktionsmethoden für die Lieferung.

Diese Veränderungen schaffen für Hausdruckereien neue Möglichkeiten, um nicht nur Aufträge von ausgelagerten Druckanbietern zu gewinnen, sondern auch ihre eigene Rolle im Unternehmen neu zu definieren.

Die neue Rolle des Drucks

InfoTrends* zufolge zeigt sich auf dem Unternehmensmarkt ein Wachstum von Kommunikationsstrategien über mehrere Kanäle hinweg, vor allem aus dem Bedürfnis heraus, Kunden auf unterschiedliche Art zu bedienen und mit ihnen zu kommunizieren.  Obwohl InfoTrends prognostiziert, dass der Druck auch weiterhin ein wichtiger Bestandteil der Kommunikation bleiben wird, st aber auch erkennbar, dass  Rolle in der Zukunft davon abhängig ist, wie gut er in mehrere Kommunikationskanäle integriert wird.  Eine kürzlich durchgeführte Studie von InfoTrends besagt, dass in den letzten 12 Monaten 47 % der gedruckten Marketingmaterialien online mit digitalen Kanälen verlinkt waren, ein Anzeichen dafür, dass Firmen den Mehrwert einer Kombination von Print- und elektronischen Medien erkannt haben.

Neue Chancen für Hausdruckereien

Als Folge der wachsenden Multi-Channel-Arbeitsweise werden viele Druckaufträge kleiner, da immer mehr Dokumente elektronisch geliefert werden.  Dies kann sich für Hausdruckereien positiv auswirken, wenn kleinere Druckproduktionen weiterhin im Haus erfolgen, jedoch nur dann, wenn sie sich anpassen und in neue Workflow-Tools investieren, die für die Bearbeitung solcher Aufträge notwendig sind.

Unternehmen nutzen zunehmend die neuesten Workflow-Technologien, um spezifische Druckaufträge zu erfüllen. Mit der Web-to-Print-Technologie können Hausdruckereien beispielsweise alle Druckaufträge über ein Onlineportal verwalten. Web-to-Print-Lösungen sind Tools zum Management von Marketingmaterialien sehr ähnlich: Sie bieten eine höhere Funktionalität, wonach die Anwender vorab genehmigte Marketingmaterialien wie Broschüren online auswählen und anhand von Designvorlagen individuell anpassen können. Auf diese Weise sind Hausdruckereien in der Lage, eine große Auswahl an Print-on-Demand-Services zur Erfüllung verschiedener Marketinganforderungen anzubieten, während Marken- und Unternehmensrichtlinien eingehalten werden.

Um den Anforderungen der sich schnell verändernden Multi-Channel-Geschäftswelt gerecht zu werden, müssen Hausdruckereien sich auch darauf konzentrieren, On-Demand-Druckaufträge schnell zu erledigen und mit digitaler Kommunikation zu kombinieren. Mit einem automatisierten Workflow können alle Entstehungsphasen eines Dokuments, u.a. die Extraktion oder Umwandlung von Kundendaten aus Unternehmenssystemen, das Verfassen des Dokuments und die Produktion oder Lieferung des Dokuments mit nur wenigen oder gar keinen Unterbrechungen erfolgen.  Auf diese Weise können Hausdruckereien kurzfristige Druckaufträge schnell und kosteneffizient ausführen.

Eine neue Rolle für Hausdruckereien in Unternehmen

Ein weiterer wachsender Bereich für den Workflow ist die neue flexible und skalierbare Technologie für Personalisierung und variable Daten. Solche Lösungen können eine wichtige Rolle in der Strategie für geschäftskritische Kommunikationen eines Unternehmens spielen, um die Effizienz und Effektivität von beispielsweise obligatorischen Dokumenten zur Transaktionskommunikation zu verbessern. In solchen Fällen führen sinkende Drucklauflängen dazu, dass solche Kommunikationsaufträge anstatt an externe Anbieter wieder an die Hausdruckereien geschickt werden.

Mit einer guten Kundendatenbank und besseren Tools für den Dokumenten-Workflow können Unternehmen die gestiegene Nachfrage nach digitalen personalisierten Drucken, die an individuelle Anforderungen angepasst werden und einzigartige Marketing-Aussagen tragen können, für sich nutzen. Dokumente im Zusammenhang mit Kundenakquise oder Standard-Marketingmaterialien von Unternehmen können personalisiert, lokalisiert oder individuell an bestimmte Kundengruppen angepasst werden, indem ein anderer Arbeitsansatz verfolgt wird, in dem Online-Inhalte oder Aufgaben-Tools verwendet werden. Durch den Verkauf von mehr Produkten oder Dienstleistungen bieten diese Dokumente auch eine gute Rendite, und die Kundenerfahrung und Wahrnehmung des Unternehmens können verbessert werden.

So schaffen Hausdruckereien Mehrwert für die Kundenkommunikation des Unternehmens.

Ein solches Unternehmen, das mit den neuen Prozessen der Transaktionsproduktionen weiterhin mithalten wollte, ist die Deutsche Post. Hier wurde eine neue Workflow- und Drucktechnologie von Ricoh implementiert, um Hunderttausende von Transaktionsdokumenten pro Woche zu erstellen.  Mit der Einführung der Technologie von Ricoh konnte die Produktivität der Hausdruckerei gesteigert werden, Ressourcen wurden freigegeben und die Produktionskosten sanken. Druckmanager Jörg Liebl sagt zu der Umstellung: „Dank Ricoh haben wir eine schnelle und flexible Druckinfrastruktur aufgebaut. Die Lösung von Ricoh zeichnet sich durch effektives Management, Zuverlässigkeit und eine hohe Produktivität aus.“

Kostenkontrolle

Print-on-Demand kann eine wichtige Rolle dabei spielen, wie Unternehmen ihre Druckkosten unter Kontrolle haben. Bei der Verwaltung von Dokumenten aus dem gesamten Unternehmen, ob zum Drucken oder zur elektronischen Lieferung, zum Marketing oder für Transaktionen, kann eine Lösung zum Ausgabe-Management die tägliche Verwaltung einer Vielzahl von Dokumenten in verschiedenen Formaten über mehrere Kanäle hinweg zu einer relativ leichten Aufgabe machen.

Obwohl viele Unternehmen die Druckkosten im Fokus haben, ist nur wenigen klar, wie viel Zeit, Aufwand und Ressourcen zur Erstellung eines Dokuments notwendig sind. InfoTrends*  schätzt, dass die nicht druckbezogenen Kosten auf 65 % der Gesamtkosten eines Dokuments gestiegen sind, während die Druckkosten immer weiter auf etwa 35 % gesunken sind. Dies ist eine deutliche Verschiebung des Gleichgewichts innerhalb von nur wenigen Jahren: 2009 wurden die druckbezogenen Kosten auf 46 % geschätzt.

Eine umfassende Lösung zum Ausgabe-Management kann auch auf alle anderen Dokument- und Druckumgebungen erweitert werden, um alle unternehmensweiten Aktivitäten zur Dokumentverarbeitung im Blick zu behalten. Hierbei  ist eine allumfassende Analyse möglich, um eine Ausgabestrategie für das Unternehmen u.a. hinsichtlich der Implementierung von Druckvorschriften in der Büroumgebung, der Verteilung von Druckaufträgen an andere Drucksysteme und dem Umgang mit hohen Kosten oder komplexen Dokumentabläufen zu entwickeln.  Anhand dieser verbesserten Transparenz können Unternehmen bessere Entscheidungen zur Auslagerung treffen und entscheiden, welche Druckaufträge und -abläufe weiterhin hausintern ausgeführt werden sollten.

Ein gutes Beispiel ist KRZ, ein Datenzentrum aus Lemgo in Deutschland, das IT-Support für Organisationen im öffentlichen Bereich anbietet.  Ricohs Lösung zum Ausgabe-Management hat dafür gesorgt, dass KRZ seinen Dokumenten-Workflow unter Kontrolle bekam, wodurch Abläufe vereinfacht wurden, die Produktivität stieg und die Datenintegrität nun gesichert ist. Herr Möllerfriedrich, Leiter der Produktionsplanung bei KRZ, erklärt: „Das neue System integriert mühelos Daten aus verschiedenen Betriebssystemen, sodass keine manuelle Verarbeitung mehr notwendig ist.“

Nachhaltigkeit

Digitale spezifische Druckaufträge ermöglichen Unternehmen außerdem, die produzierten Druckmengen zu reduzieren, was wiederum zu weniger Inventar, Abfall und einer besseren Position hinsichtlich des Umweltschutzes führt.  Mit Initiativen wie Ricohs „Carbon Balanced Printing Programme“ können Unternehmen mit Druckern von Ricoh auch die CO2-Belastung ihrer Dokumentproduktion reduzieren und verbleibende CO2-Werte ausgleichen, um die Umweltauswirkungen aller hausinternen Druckaktivitäten zu neutralisieren.

Graham Moore -Director Business Development, Ricoh Europe

Graham Moore -Director Business Development, Ricoh Europe

Zusammenfassung

Hausdruckereien haben heute die einmalige Chance, ihre Bedeutung und ihren Wert innerhalb von Unternehmen zu ändern. Mithilfe der neuesten digitalen Technologien können sie zu einem Kompetenzzentrum für die Kundenkommunikation werden und Unternehmen dabei helfen, Druckaufträge zu kontrollieren und den strategischen Wandel in Richtung Multi-Channel-Lieferung umzusetzen.

Weitere Artikel von Ricoh siehe:  Ricoh-de/printandbeyond.

*Quelle:

The True Cost of Business Communications 2012, InfoTrends.