Ricoh auf den Hunkeler Innovationdays 2015

Druck auf Offsetpapier mit Ricoh Pro VC60000

Druck auf Offsetpapier mit Ricoh Pro VC60000

Vollfarbiger Duplexdruck der Papierbahn von Rolle zu Rolle auf der Ricoh Pro VC60000. Neue Inkjet-Kopf-Generation von Ricoh mit 1200 X 1200 DPI Auflösung.

Signature, Booklet and Budget Binding Solution

Signature, Booklet and Budget Binding Solution

Nearline-Verarbeitung der vierfarbig bedruckten Papierbahn auf Hunkeler-Linie mit Abwickelmodul UW6, Folder Merger FM6, Querschneider der Hochleistungsklasse CS6-HS. Das Stapeln der Signaturen über die doppelte Sternradauslage SD7 zu Buchblocks (Budget Binding) oder variablen Booklets mit 8-, 12, 16- oder 20-Seiten Umfang. Produktionsgeschwindigkeit bis 180 Metern pro Minute. Garantiert schonende Verarbeitung dank Qualitätsgütesiegel ‚huncolor’.

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Die Effektivität von Direktmailings sollte niemals unterschätzt werden

Direktmailings haben sich als unglaublich widerstandsfähiges Medium erwiesen. Frei nach Mark Twain zitiert waren die Berichte über das Ende des Direktmailings eine Übertreibung. Unsere informationsüberladene Welt, in der täglich 2,5 Exabytes an Daten generiert werden, kann überwältigend sein. Sowohl die Menge der Werbung, mit der Verbraucher konfrontiert werden, als auch die Vielzahl der Werbekanäle für Marken nimmt fortlaufend zu. In diesem hektischen Umfeld war die Vorhersage, dass das Direktmailing, ein Brief oder eine Broschüre in einem Umschlag, verschwinden wird, keine Überraschung – von der Bequemlichkeit, dem Preisvorteil und der Unmittelbarkeit von E-Mails und ihren digitalen Berührungspunkten in den Hintergrund gedrängt.

Schwimmen sie gegen den strom

Ricoh Infographic -the power of Direct Mail

Infografik- Die Effektivität von Direktmailings

Dies ist jedoch trotz allem nicht passiert. Direktmailings bieten mehrere Vorteile, die alternative Kommunikationskanäle nicht bieten können, wie die neue Infografik von Ricoh zeigt. Vertrauen, Beständigkeit und Gestaltungsmöglichkeiten sind die wesentlichen Vorzüge von Direktmailings. Es gibt jedoch noch einen weiteren wichtigen Faktor: Werbeagenturen, die von Neuheiten leben und herkömmliche Denkweisen mit neuen Ansätzen kombinieren, wenden sich wieder dem Direktmailing als Mittelpunkt für integrierte Kampagnen zu. Nicky Bullard, Executive Creative Director von Lida, einer Agentur für Direktmarketing, sagte im Magazin Print Power Folgendes: „Kunden sind wieder an Direktmailings interessiert, insbesondere jüngere Zielgruppen. Ihr Leben ist so digital geworden, dass Direktmailings für sie eine willkommene Abwechslung darstellen.“ Rory Sutherland, Executive Creative Director und stellvertretender Vorsitzender von OgilvyOne London und stellvertretender Vorsitzender von Ogilvy & Mather UK, sagte kürzlich im britischen Cross Media Magazin: „Schwimmen Sie gegen den Strom.“

DIE ZUKUNFT IST GLÄNZEND

Graham Moore -business development director for Ricoh Europe

Graham Moore -Director Business Development, Ricoh Europe

In punkto Volumen hält das Direktmailing in den meisten Teilen Europas gut mit, die Verwendung von Farbe nimmt zu und die Anbieter von Druckdienstleistungen arbeiten mit Agenturen zusammen, um Einblicke in gesammelte Daten zu gewinnen und zielgruppengerecht wirkungsvolle Kampagnen durchzuführen – insbesondere im Fall von Premium-Produkten und Services, für die am einfachsten eine überzeugende Marketing-Kapitalrendite gesichert werden kann. Weiterhin verbinden Direktmailings die Offline- und Online-Welt miteinander, da die Verbraucher mit interaktiven Drucktechnologien wie Ricohs Clickable Paper(TM) nahtlos vom Druck zu digitalen Inhalten wechseln können, um weitere Informationen zu erhalten oder ein Produkt zu kaufen.

Die Botschaft ist klar: Die Effektivität von Direktmailings sollte niemals unterschätzt werden.

Weitere Informationen zu dem Thema Direktmailing finden Sie unter: http://ricoh.de/services-loesungen/production-printing/print-and-beyond/marketing-services/index.aspx

 

 

Direktmailing in einer digitalen Welt

[GAST-BLOG]

Direct_Mail bannerEs wäre durchaus anzunehmen, dass Direktmailing ausgedient hat und neben den sozialen Medien, SMS und E-Mail heute nicht mehr bestehen kann. Dies ist so jedoch nicht ganz richtig – zum Beispiel hatten auch Fernsehen und Kindle nicht das Verschwinden von Büchern zur Folge, und nur aufgrund der Marketinganreize von E-Mails und SMS hat das Direktmailing noch lange nicht an Wirkung verloren. Die uns zur Verfügung stehende Technologie befindet sich konstant im Wandel. Deswegen könnte man leicht annehmen, dass die traditionellen  Kommunikationsmethoden neben dem umfangreichen Angebot an neuen Apps und Tools unmodern geworden sind.

Direktmailing verspricht eine bedeutende Rendite

Laut einer Statistik aus dem Jahre 2013 der Central Mailing Services reagierten 48 % der britischen Bevölkerung im letzten Jahr auf Direktwerbung. Die Studie ergab auch, dass 62 % der Befragten gern Angebote per Briefpost erhalten und 56 % es schätzen, nützliche Informationen in Briefform zu bekommen.  Direktmailing spricht uns als immer noch an, sofern es für uns relevant und auf unsere Bedürfnisse abgestimmt ist.

Auch wenn die Prognose für das Direktmailing besser als erwartet ausfällt, hat das Direktmarketing per E-Mail einen großen Einfluss. Nach Angaben eines Gremiums aus 128 Experten für E-Mail-Marketing in den Bereichen B2B und B2C, das von der britischen Direct Mail Association anlässlich des Jahresberichts zum E-Mail-Marketing befragt wurde, rechnen 56 % der Befragten damit, dass das Marketingbudget zugunsten des Bereiches E-Mail für das 2014 aufgestockt wird. Die optimistischen Aussichten für diesen Marketingkanal werden durch eine durchschnittliche Umsatzsteigerung von 16 % von 21,48 GBP im Jahre 2012 auf fast 25 GBP (24,93 GBP) 2013 für jedes für E-Mail-Kampagnen ausgegebene britische Pfund gestützt.  Dieser Satz steigt auf durchschnittlich 30,52 GBP im Bereich der B2C-Kampagnen.

Dieser Anstieg der Rendite lässt sich auf den verstärkten Fokus auf zielorientiertere Kampagnen zurückführen. Hervorgehoben wurde die Bedeutung von auf bestimmte Zielgruppen ausgerichteten E-Mails, da der Prozentsatz an Vermarktern, die Kampagnen auf mehr als sechs Zielgruppen ausrichten, von 29 % im Jahre 2011 auf 38 % im Jahre 2013 gestiegen ist. Auf bestimmte Marktsegmente ausgerichtete E-Mails machten 2013 60 % des Umsatzvolumens aller E-Mail-Kampagnen aus. Im Vorjahr waren es dagegen 55 %. Vermehrte Aktivitäten in den sozialen Medien wirken sich ebenfalls sehr positiv auf die Rendite im Bereich E-Mail aus, da wachsende Markenbindung der Verbraucher gefördert und die Erfassung neuer E-Mail-Adressen vereinfacht wird.

Wir leben heute in einer Welt, in der Zeit zu einem kostbaren Gut geworden ist. Die meisten von uns leiden unter der E-Mail-Flut, und so werden viele Nachrichten gar nicht erst geöffnet, sondern direkt in den Papierkorb verschoben. Bei 300 Milliarden Nachrichten, die täglich versendet werden, und einer ständigen Bombardierung mit Marketing-E-Mails ist es eine willkommene Abwechslung, eine kreative und einschlägige Werbung im Briefkasten zu finden, wenn man nach Hause kommt. Tatsächlich hat das Direktmailing einen gewissen Neuheitswert. Eine solche Werbebotschaft wird aufbewahrt oder weitergegeben – und sticht unter all den vielen langweiligen E-Mails regelrecht hervor. Da der Digitaldruck in Bezug auf kosteneffektive Mengen und personalisierte Botschaften immer attraktiver wird, ist es nun auch möglich, kleine Botschaften zu versenden, die sich vom Wettbewerb abheben, ohne dabei gleich das ohnehin schon angespannte Marketingbudget überzustrapazieren. So ließ sich mit dieser Art des Marketings während des letzten Jahrzehnts jedes Jahr eine höhere Rendite erzielen.

Die Zukunft liegt in der Verwendung von Omni-Channel-Marketing

Eine Studie der britischen Direct Marketing Association zeigte 2013, dass die Antwortquote im Bereich Direktmailing bei einer bestehenden Kundenbeziehung bei durchschnittlich 3,4 % liegt, im Vergleich zu 0,12 % bei der Verwendung von E-Mail.  Die nächste große Herausforderung für Druckdienstleister ist das hybride Direktmailing oder Omni-Channel-Marketing, eine Kombination aus gedrucktem Direktmailing und Online-Interaktion über E-Mails, SMS, soziale Medien und alle anderen relevanten Kanäle.

Gedrucktes Direktmailing bietet heute gute Möglichkeiten für digitale Interaktion. Als Folge davon konzentriert sich das digitale Marketing nun auf innovative Lösungen für gedrucktes Direktmailing. Es sieht ganz danach aus, als ob sich so eine für beide Seiten vorteilhafte Beziehung aufbauen lässt.

 

Quelle: InfoTrends

Quelle: InfoTrends

Forschungen von InfoTrends unterstützen die Theorie, dass sich bei einer erfolgreichen Kombination des Drucks mit anderen Kommunikationskanälen in einer Kampagne wesentlich höhere Antwortquoten erzielen lassen.

Ein kreatives Design und Format kann beim Direktmailing schnell zu noch besseren Ergebnissen führen. Die Verwendung von Formaten mit anderen Strukturen oder Dimensionen ist sehr beliebt geworden, da die Botschaften so mehr ins Auge fallen, als bei Verwendung eines normalen Blatts Papier. Umfragen haben ergeben, dass ein Brief in dimensionaler Ausführung:

  • eine zwanzig Mal höhere Aufmerksamkeit erhält als ein Werbebrief mit flachem Format
  • eine Antwortquote von 75 % erzielen kann
  • bei mindestens 80 % der Empfänger für positive Reaktionen sorgt

Herausforderungen für kleine und mittlere Unternehmen

Die größte Herausforderung für die meisten kleinen und mittleren Unternehmen in diesem Bereich ist es, interne Ressourcen und Kenntnisse bereitzustellen, um gemischte Mailing-Kampagnen – oder Hybrid-Kampagnen – effizient zu verwalten. Da etwa 75 % des E-Mail-Marketings noch immer von unternehmensinternen Teams durchgeführt wird, liegt es auf der Hand, dass Druckdienstleister ihren Kunden eine kombinierte Lösung aus Druck und E-Mail anbieten müssen. Auf diese Weise könnten die Kunden von der Freigabe interner Ressourcen profitieren und zugleich einen Partner an ihrer Seite haben, der Mehrkanal-Mailing-Kampagnen kompetent umsetzt.

Wenn Druckdienstleister hybride Mailing-Kampagnen übernehmen, verschaffen sie sich damit auch die Gelegenheit, ihre eigene Datenverwaltung zu ihrem Vorteil zu erweitern. Das Erlernen der erforderlichen Kenntnisse entwickelt sich aktuell zum Engpass für das Wachstum der Verwaltung von Big Data. Eine Studie des McKinsey Global Institute enthüllt, dass in den USA 140.000 bis 190.000 Mitarbeiter mit tiefgreifenden analytischen Kenntnissen und 1,5 Millionen datenkompetente Manager fehlen. Deutlichere Anzeichen für Wachstumschancen kann es kaum geben.

Ein wichtiger Aspekt von Big-Data-Projekten ist die richtige Fragestellung: Wie definieren Sie das Problem? Welche Daten benötigen Sie? Woher kommen sie? Welche Annahmen liegen dem Modell zugrunde, in das die Daten einfließen? Inwieweit weicht das Modell von der Realität ab? Das richtige Erfassen der Daten ist ebenso wichtig wie Erfahrung, Intuition und ein tiefgreifenderes Verständnis der Zielmärkte und des Verbraucherverhaltens. Doch was bedeutet dies eigentlich? Im Falle einer intuitiven Steuerung analysiert das menschliche Gehirn große Datenmengen und zieht daraus Schlüsse, anstatt ein mathematisches Modell aufzustellen.

Digitale Drucktechnologien sind soweit fortgeschritten, dass Zielgruppen mittels datengesteuerter Personalisierung auf ähnliche Weise eingebunden werden können wie bei E-Mails und anderen Online-Ressourcen. Der variable Datendruck nutzt Auslöser basierend auf Verbraucherdaten und Marktsegmentierung, um die Botschaften und kreativen Elemente zu ermitteln. Wenn diese Elemente mit fristgerechten Lieferzusagen kombiniert werden, verfügen Sie über den überzeugendsten und effektivsten Marketingkanal, den es gibt.

Zusammenfassung

Neil Falconer -Strategieberater für die Druckindustrie und Geschäftsführer von Printfuture.com

Neil Falconer – Strategieberater für die Druckindustrie und Geschäftsführer von Printfuture.com

Auch wenn sich das Direktmailing in Richtung hybrid bewegt und gerade eine Art Renaissance erlebt,  sollte nicht vergessen werden, dass der Bereich Druck bei einer Direktmailing-Kampagne von größter Bedeutung ist und den größten Mehrwert bietet. Als Druckdienstleister sollten wir alle dafür sorgen, dass Direktmailing nicht in Vergessenheit gerät und darauf hinweisen, dass sich diese Art des Marketings sehr erfolgreich auch in der digitalen Welt etabliert hat.

Dieser Artikel wurde im Auftrag von Ricoh verfasst. Mit Gastbeiträgen wie diesem möchten wir Ihnen Standpunkte unabhängiger Branchenkenner näherbringen. Hoffentlich finden Sie die Lektüre interessant und anregend! Über Rückmeldungen würden wir uns freuen. 

Weitere Informationen zu Ricohs Lösungen und Initiativen im Verpackungsdruck finden Sie unter Ricoh.de/printandbeyond.

Die Zukunft gedruckter Bücher liegt in der flexiblen Produktion

Elektronische Bücher sind in Europa noch lange nicht so etabliert wie in den USA, aber die Nachfrage wird steigen. Laut der neuen von Ricoh in Auftrag gegebenen Untersuchung werden dieses Wachstum und weitere Marktdynamiken, die die Verlage und Buchdrucker in Europa beeinflussen, die Zukunft der Buchproduktion gestalten.

Elektronische Bücher machen 20 Prozent des Buchumsatzes in den USA aus, viermal mehr als in den meisten europäischen Ländern, wo gedruckte Bücher immer noch relativ teuer sind und bestimmten EU-Vorschriften und Regelungen einzelner europäischer Regierungen unterliegen. Die aktuelle Untersuchung, die I.T. Strategies im Auftrag von Ricoh durchführte, ergab, dass sogar in den USA fast 70 Prozent der Verbraucher sagen, dass es unwahrscheinlich ist, bis 2016 komplett auf gedruckte Bücher zu verzichten, und dass 60 Prozent der heruntergeladenen elektronischen Bücher gar nicht gelesen werden. Die Buchbranche in Europa und anderen Teilen der Welt unterscheidet sich jedoch sehr von der in Nordamerika. I.T. Strategies sollte dabei diese Einflüsse, die Unterschiede zwischen den USA und Europa in diesen Märkten und die Veränderungen, denen Buchverlage und Buchdrucker in Europa in den kommenden Jahren gegenüberstehen werden, genauer untersuchen.

Highlights

“Das europäische Verlagswesen blickt auf eine lange Geschichte zurück und ist sehr stark mit der Kultur einzelner Länder verbunden. Somit verfolgen die einzelnen EWG-Mitgliedsstaaten den gemeinsamen Wunsch, ihre jeweilige Kultur zu schützen, wozu auch der Schutz der etablierten Geschäftsmodelle der Buchbranche zählt.”

Major European Country and U.S. Book Statistic Summary, 2012

Major European Country and U.S. Book Statistic Summary, 2012

“Viele der größeren Buchdruckereien/-hersteller haben sich möglicherweise mit Übernahmen und aggressivem Preiskampf um Marktanteile übernommen. Kleinere Buchdruckereien/-hersteller waren von diesem Wettbewerb aufgrund ihrer Konzentration auf regionale und spezielle Produkte (z. B. Kunstbücher) ausgenommen, könnten aber über den Preis an einem gewissen Punkt vom Markt verdrängt werden.”

ebook Share of Retail Revenue, 2010-2018, by Major Country

ebook Share of Retail Revenue, 2010-2018, by Major Country

Der vollständige Bericht Der vollständige Bericht „Wir müssen den Mehrwert von digitalen Drucklösungen hervorheben“, kann von Ricoh Business Driver-Nutzern abgerufen werden. Alternativ können Sie eine Kopie anfordern, indem Sie das folgende Formular ausfüllen.“, kann von Ricoh Business Driver-Nutzern abgerufen werden. Alternativ können Sie eine Kopie anfordern, indem Sie das folgende Formular ausfüllen.

IT Strategies White paper

IT Strategies White paper

Weitere Einblicke zu Ricoh finden Sie unter: http://www.ricoh.de/services-loesungen/production-printing/print-and-beyond/

Sind Sie Teil des Problems oder bereits Teil der Lösung?

[GÄSTE-BLOG]

Graham Reed, Berater bei Print Tribe, Director bei Global Print Strategies

Graham Reed, Berater bei Print Tribe, Director bei Global Print Strategies

Seit vielen Jahren wird mit dem Digitaldruck ein kosteneffektiver und umfassender Druckprozess versprochen. Es ist nicht zu leugnen, dass dieses Ziel die Druckbranche nachhaltig verändert hat. Das Konzept vollständig variabler Inhalte, die sich in einem kurzen Produktionsverfahren erzeugen lassen, haben die Fantasie von zahlreichen Marketingunternehmen und Druckanbietern beflügelt: Visitenkarten mit Bildern, Flyer, die sich inhaltlich an Nischenzielgruppen anpassen lassen, oder personalisierte Verpackungen – die Möglichkeiten sind unbegrenzt.

Diese Möglichkeiten richtig zu nutzen, ist jedoch nicht immer einfach. Ich bin mir nicht sicher, ob Marketingunternehmen und Brand Manager das volle Potential und die finanziellen Vorteile erkennen, die mit einer echten personalisierten persönlichen Kommunikation verbunden sind. Oder liegt es daran, dass Vertriebsmitarbeiter im Druckbereich mit der Mentalität „Geben Sie mir Ihre Angaben und ich nenne Ihnen den Preis“ kein überzeugendes Angebot entwickeln können, das über den Preis und standardisierte Produkte hinausgeht?

Wenn wir uns auf die Frage konzentrieren, warum der variable Datendruck (VDP) und medienübergreifende Lösungen von Marketingunternehmen nicht angenommen werden, stellen die preisbasierten Einwände eine Reaktion dar, die auf allgemeine und tiefergehende Probleme im eigenen Unternehmen hinweisen. Diese können zweierlei Art sein: Entweder wurde das Konzept nicht verstanden, oder das Unternehmen verfügt nicht über die erforderlichen Infrastrukturen oder Prozesse, um Daten kosteneffizient und integriert erfassen und filtern zu können.

Immer wieder beklagen sich CMOs und CEOs bei mir darüber, dass ihre Daten gerade einmal dazu ausreichen, um auf einem einfachen Anschreiben die Adresse und Anrede zu variieren. Wie kann die Druckbranche dieses Problem lösen? Meiner Meinung nach müssen wir unseren Kunden den Weg aufzeigen und sie über die Best Practices und Vorteile vollständig personalisierter Druckangebote aufklären. Wir müssen deutlich machen, dass Personalisierung bei Marketing- und Kommunikationsprojekten bessere finanzielle Ergebnisse mit sich bringt.

Um dieses Ziel zu erreichen, müssen wir uns von der verbreiteten Mentalität, alles über den Preis zu regeln, schnell verabschieden!

Um mit integrierten Drucklösungen eine langfristige Kundenbindung zu unterstützen, benötigen wir neues unternehmerisch denkendes Vertriebspersonal, das Angebote erstellen kann, die wirklichen Mehrwert im Druckprozess erzeugen und so dem Kunden messbare finanzielle Vorteile bieten. Nur wenn wir als Aufklärer und Experten für datenbasierte Technologien auftreten, können wir diese Chance nutzen.

Der nächste Schritt besteht in der Entwicklung einer überzeugenden Lösungsarchitektur, welche den Nutzen von Daten, medienübergreifenden Kampagnen, Web-to-Print (W2P) und zielgruppenspezifischer variabler Datendruck für Unternehmen deutlich macht. Eine Lösung, die relevant und auf die Anforderungen von CMOs zugeschnitten ist, kann überzeugende Ergebnisse liefern und die Erfassung zusätzlicher Daten ermöglichen, mit denen sich die Kommunikation mit Endkunden weiter optimieren lässt.

Ohne Zweifel verfügen wir über die richtige Technologie dazu. Wir müssen sie allerdings auch richtig verkaufen.

Der vollständige Bericht Wir müssen den Mehrwert von digitalen Drucklösungen hervorheben“, kann von Ricoh Business Driver-Nutzern abgerufen werden. Alternativ können Sie eine Kopie anfordern, indem Sie das folgende Formular ausfüllen.

Der vollständige Bericht „Wir müssen den Mehrwert von digitalen Drucklösungen hervorheben“

Werbung im Einzelhandel – eine neue Chance

 

Es ist kein Geheimnis, dass es bei digitalen Verpackungen ein enormes Wachstum gibt.  Laut der neuesten Studie von Smithers Pira h wird für 2016 ein Wachstum von 31 % vorausgesagt.

Allerdings gibt es noch weitere Märkte, die eng mit digitalen Verpackungen verbunden sind, die große Chancen bieten.  Die Vielseitigkeit der Digitaldrucktechnologie erzeugt eine Nachfrage nach dreidimensional gedruckten Objekten – ganz gleich, ob für Verpackung und Etiketten, oder für Verkaufsort / Einkaufsort und Direktmarketing.

Anstatt uns nur auf digitale Verpackungen zu beschränken, beschreiben wir bei Ricoh diesen umfassenden Bereich als ‚Einzelhandelswerbung‘.

Warum besteht ein derartiges Interesse an Werbemaßnahmen für den Einzelhandel und digitalen Verpackungen? Und, was noch wichtiger ist, wie können Druckdienstleister davon profitieren?

Was treibt dieses Wachstum an?

Wie beim allgemeinen Übergang vom Offset- zum Digitaldruck werden die Druckauflagen immer kleiner. Laut InfoTrends(*2) werden fast 38 % aller Jobs digital gedruckt.

Dies liegt teilweise am allgemeinen Trend, dass Marketing-Kommunikation zielgerichteter ist, und an dem schnellen Austausch von für den Kunden besonders interessanten Informationen.

Caslon(*3) identifiziert mehrere Faktoren bezüglich des Anstiegs an niedrigeren Auflagen wie folgt:

  • Verringert die Kosten für niedrige Auflagen der Verpackungen für Lagerartikel (SKUs)
  • Die Umwelt profitiert, weil Abfall bei der Vorbereitung und durch Veralterung enorm reduziert wird.
  • Mikromarketing oder regionale Marketing-Werbung
  • Und das „Nonplusultra bei der Kundenkommunikation“ – personalisierte Verpackung.

Diese Faktoren gelten auch für den Verkaufsort und allgemeine Werbeaktivitäten, weil immer mehr Marketing-Abteilungen die Vorteile des personalisierten Drucks als Teil ihrer Werbeaktivitäten erkennen.

Durch hocheffiziente Direktwerbematerialien mit dreidimensionalen Drucktechniken können Marketing-Kampagnen wirklich hervorstechen. „3D- oder eindimensionale Werbung, ob beispielsweise in Form einer Box mit einem Teaser oder eines Schlauchs, übertrifft laut DMA Standardformate um 250 %, erhöht aber die Kosten pro Lead um nur 50 %“ – Laurie Beasley (*4).

Das Interessante an dieser Statistik ist, dass sie aufzeigt, dass Marken bei der Verwendung neuer digitaler Drucktechnologien wesentlich bessere Antwortquoten erhalten, wodurch sie die zusätzlichen Druckkosten kompensieren können.

Von Produkteinführungen zu Produktionsjobs

Digitaldruck wurde häufig für Produkteinführungen und Prototypen genutzt, weil er die Produktion sehr kleiner, manchmal sogar nur einer, Auflage kostengünstig macht. Daher können Druckdienstleister mehrere Designs und Varianten liefern, die vor der Einführung getestet werden können.

Oft zögerten Druckdienstleister umfangreiche Produktionsauflagen digital zu drucken, hauptsächlich weil sie Bedenken hinsichtlich der Farbkonsistenz und Medienunterstützung hatten.

Diese Ansicht wird immer mehr infrage gestellt. Denn erstens sind die neuesten Produktions-Einzelblattsysteme mit hochwertiger Farbverwaltung ausgestattet, sodass es für die Endbenutzer in vielen Fällen schwierig ist, zu unterscheiden, was auf digitalen oder Offset-Systemen gedruckt wurde.

Zweitens können dank der neuesten Innovationen schwerere, beschichtete und spezielle Medien mit dieser Technologie bedruckt und noch mehr echte Produktionsjobs erstellt werden.

PIN Sp. z o.o. in Polen ist ein gutes Beispiel für einen Druckdienstleister, der digitalen Einzelblattdruck für Großauflagen verwendet. PIN ist auf den Offset-Druck in Hausdruckereien und DVDRs spezialisiert. Sie bieten immer mehr Drucktechniken an, einschließlich des Digitaldrucks für niedrige bis mittlere Auflagen, CD/DVD/BD-Disks und Verpackungen. Ricoh arbeitete mit PIN zusammen, um die Verwendung von beschichtetem Papier mit 150 g/m2 auf 220 oder 280 g/m2 vielschichtige Faltschachteln von Incada zu testen und freizugeben, was eine wichtige Anforderung an die Lösung darstellt.

Neue Möglichkeiten der Personalisierung

Ein wichtiger Vorteil des Digitaldrucks ist die Verwaltung variabler Daten – fast jedes Element aller gedruckten Artikel kann personalisiert werden. Dies eröffnet Markeninhabern und Vermarktern eine Reihe an Möglichkeiten, mit ihren Kunden auf neuen Wegen zu kommunizieren und Strategien zum Aufspüren individueller Produkte zu entwickeln.

Aussage von Infotrends: „Die Möglichkeit, digitale End-to-End-Workflows für die Produktion personalisierter Etiketten zu erzeugen, unterstützt Markeninhaber bei der Entwicklung neuer Verpackungsinnovationen, der besseren Segmentierung ihrer Produkte, der Erhöhung der Sicherheit und der Rück- und Nachverfolgung ihrer Produkte“.

Ein Beispiel ist die weltweite Kampagne von Coca-Cola im Sommer 2013 – „Share a Coke“. Aussage laut Projektstudie(*5): „Auf unseren Flaschen sind 250 der beliebtesten Namen in Großbritannien aufgeführt und Sie finden sie während der Sommermonate in Regalen im ganzen Land.“ Dadurch kann Coca-Cola die Interaktion zwischen dem Produkt und den Kunden als Teil eines weltweiten Markenauftritts erhöhen.

Ein weiteres Beispiel ist die Simpson Group, ein wichtiger Anbieter von Point-of-Purchase-Druck im britischen und europäischen Einzelhandel.  Simpson hat jetzt in die digitale Drucktechnologie von Ricoh investiert, damit kleinere Unternehmen, die nach hochwertigen Werbematerialien mit zielgerichteten Nachrichten, die in kleinen Mengen gedruckt werden, nach Bedarf Point-of-Sale- und Werbelösungen anbieten können. Die Simpson Group kann jetzt eine tagesaktuelle Produktion einer Reihe von Point-of-Sale und Werbung – gedruckt auf verschiedene Substrate einschließlich Karton und selbstklebend – anbieten, die alle auf die Bedürfnisse kleiner Unternehmen zugeschnitten sind.

Erste Schritte

Dieser Markt ist nicht nur für die besten Digitaldrucker da.  Heutzutage ist die Technologie, die traditionell als Domäne des hochvolumigen Digitaldrucks betrachtet wird, für Klein- und Kleinstauflagen zugänglich.  Zum Beispiel kann mit den neuesten Entwicklungen bei der Digitaldrucktechnologie und insbesondere den Medien auf Produktionsdruck-Einzelblatttechnologie wie der Ricoh Pro C-Farbserie gedruckt werden. Damit wird Druckdienstleistern eine kostengünstigere Alternative geboten.

Mit den neuen Medien können Sie auf digitalen Produktions-Einzelblattdruckern drucken. Mit leichten Platten und Hydroprint von Kernow Coatings ermöglicht beispielsweise die „Kombination aus Tonerdruck und Folie mittelfristige (z. B. sechs Monate) Beschilderung im Außenbereich ohne Laminierung. Und die Möglichkeiten an Verkaufsorten sind beinahe grenzenlos!“

Das bedeutet, dass Druckdienstleister mit der Digitaldrucktechnologie von Ricoh diesen wachsenden Markt jetzt erschließen können.

Beispiel Ricoh Prüfzertifikat

Beispiel Ricoh Prüfzertifikat

Workflow – Die Erstellung eines kompletten Workflows für Produktionsverpackungen kann komplex sein. Druckdienstleister können jedoch mit Ausschieß-Softwaretools (wie TotalFlow Prep), mit der sie kleinere Jobs verwalten können, erst einmal anfangen, bevor sie in einen kompletten Verpackungs-Worfkflow investieren.

Drucktechnologie – Ricoh testet ständig neue Medien, um die Bedürfnisse seiner Kunden zu unterstützen. Wie das PIN-Kundenbeispiel aufzeigt, ist das Medium/Substrat immer eine kritische Komponente der Druckanwendung.

Finishing – ist eine wichtige Komponente für die Werbung im Einzelhandel. Es gibt jetzt eine große Auswahl an Cuttern, Faltern und ähnlichen Vorrichtungen, die mit digitaler Einzelblattproduktion funktionieren – und eine sehr kostengünstige Lösung bieten.

Eine weitere Alternative für Druckdienstleister mit kleineren Auflagen, die aber noch nicht in Finishing-Optionen investieren möchten, ist die Berücksichtigung des wachsenden Angebots an Standard-Vorlagen von Unternehmen wie Relyco (DigiPOP), Creazy und HeyPressGo.

America Online (USA) benötigte beispielsweise eine kleine Anzahl an Werbeartikeln, um spezielle Events für „Wissenserfahrung“ für die Mitarbeiter zu unterstützen. Ihr Druckraum benutzte DigiPOP-Substrate, um zwei Werbeartikel für dieses Event zu erstellen: eine „Goddie Bag“ und einen Faltprospekt.  Somit konnten diese Artikel betriebsintern gedruckt werden – ohne den Einsatz von Schneideeinheit, Falter oder sonstigen Finishing-Optionen.

Graham Moore - Direktor für Geschäftsentwicklung für Ricoh Europe

Graham Moore – Direktor für Geschäftsentwicklung für Ricoh Europe

Zusammenfassung

Es wird Zeit, über den Tellerrand hinauszuschauen und die Chancen der Einzelhandelswerbung zu ergreifen.  Druckdienstleistern stehen viele Möglichkeiten zur Einführung innovativer, neuer Produkte und Dienstleistungen zur Verfügung, um von der wachsenden Nachfrage nach personalisierten Produktionsverpackungen in unterschiedlichen Versionen, Point-of-Sale und wirkungsvollen Marketing-Materialien zu profitieren.

Es ist erfreulich, dass diese Anwendungen mit der Unterstützung von Workflow- und Finishing-Lösungen auf digitalen Einzelblatt-Produktionsdruckern von Ricoh erstellt werden können.

Für weitere Einblicke von Ricoh siehe: ricoh.de/printandbeyond

Quellen:

*1 Smithers Pira– AMR Analyse, 2012
*2 InfoTrends – Verpackung und Markeninhaber: Europa
*3 Caslon – Gelegenheiten bei Digitaldruck und Innovation bei Verpackungen verstehen
*4 Laurie Beasley – „Warum Direktwerbung immer noch die niedrigsten Kosten pro Lead und die höchste Umsetzungsquote bietet“, Juni 2013
*5 CocaCola – „Share a coke“ Kampagne http://www.coca-cola.co.uk/share-a-coke/share-a-coke.html